Lieder von Peter Danov

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«Die Welt der Musik ist das Medium, durch das sich die Seele auf der Erde manifestiert. Ohne die Musik, ohne das von der Welt der Klänge geschaffene musikalische Umfeld, können sich die Seele und der Geist nicht manifestieren.»[1]
«Indem wir mystische, spirituelle Lieder singen, schaffen wir um uns herum eine ganze Welt von Formen und Farben. Und da wir selbst unser eigenes Instrument sind, erschaffen wir diese Formen, diese Farben, die wir außerhalb von uns erschaffen, auch in uns selbst. Sie ziehen leuchtende Wesen an, sie ziehen Engel an, sie sind Nahrung für sie. Indem wir singen, öffnen wir dem Himmel eine Tür, durch die die himmlischen Wesenheiten hindurchgehen. Die Harmonie, die wir erschaffen, breitet sich nach und nach aus und wird alle Geschöpfe im Raum beeinflussen.»[2]

Herkunft, Zweck, Merkmale

Das Studium der bulgarischen Lieder von Peter Danov (1864-1944) stellt ein besonders wichtiges Element in der Lehre von Omraam Mikhaël Aïvanhov (1900-1986) dar.

Peter Deunov

Herkunft

In einem slawischen Land komponiert, haben die mystischen Lieder von Peter Danov mitunter eine orientalische Färbung und tragen die Wurzeln der bulgarischen Folklore in sich. Der Geist der slawischen Folklore hat die Besonderheit, häufig in Kontakt mit dem Seelenleben zu stehen, und bietet eine tiefe und universelle volkstümliche Poesie.

Ziel

Das Singen mystischer Lieder ist vor allem eine musikalische Übung, die darauf abzielt, die Schönheit der menschlichen Seele auf ihrer spirituellen Reise zu fördern. Sie richtet sich in erster Linie an die Gefühle des Herzens und vermittelt uns die Erinnerung an unsere göttliche Essenz. Doch sie spricht auch unser Denken an, stellt die Frage nach dem Sinn unseres Lebens und hilft, den Glauben und die Erinnerung an unseren spirituellen Ursprung wiederzufinden. Die mystischen Lieder beleuchten die Vision unserer Zukunft und zeigen uns die zu vollbringende Arbeit auf.

Merkmale

Die bulgarische Sprache

Die Lieder von Peter Danov sind auf Bulgarisch geschrieben. Bulgarisch ist eine Sprache, die dem Sanskrit nahe steht und als eine der ältesten Sprachen und heilig gilt. Die Intensität der Schwingung von Peter Danovs Liedern ergibt sich aus der "exakten" Vereinigung von Tönen und Worten. Nur gelegentlich werden sie in einer anderen Sprache gesungen.

Eine Sprache der Synthese

Der mystische Gesang drückt sich in „kleinen synthetischen Kapseln“ durch eine einfache und tiefgründige musikalische Sprache aus. Diese synthetische Form findet sich im Inhalt der Melodien wieder, die rhythmische Bewegungen und gesprochene Worte klug miteinander verbinden.

Eine Sprache der Seele

Wir glauben, dass ein mystisches Lied das Potenzial hat, eine perfekte Harmonie in der menschlichen Seele zu erzeugen, wenn es von einer bewussten Gemeinschaft gesungen wird.

Eine symbolische Sprache

In der Musik einer Einweihungslehre ist alles symbolisch: die Worte, die Hinweise auf die Natur, auf das Leben der Seele, auf das Göttliche, auf das Menschliche.

Ein einfaches und zugängliches Format

Trotz der Tatsache, dass sie in einer fremden Sprache geschrieben sind, kann jeder diese Lieder singen und an der spirituellen Arbeit teilnehmen, die sie bieten. In der spirituellen Schule von Omraam Mikhaël Aïvanhov, wollte er (oder: war es ihm wichtig), dass alle singen, auch diejenigen, die das Gefühl haben, nicht singen zu können.

Eine kontrastierte und polarisierte Ausdrucksweise

Ein wichtiges Merkmal der Gesänge einer Einweihungsschule ist die häufige Verwendung kontrastierender Rhythmen, wobei verschiedene Tempi abgewechselt und verschiedene Stimmungen in kurzen Zeitabständen kombiniert werden.

Ein Aktionspotenzial

Wie das Gebet, so kann auch das Singen von Liedern, die von einem spirituellen Meister komponiert wurden, innerhalb einer Gruppe einen Einfluss auf die Schwingungsintensität der Materie und der Umwelt haben.

er Chorgesang in der spirituellen Lehre von Omraam Mikhaël Aïvanhov

Omraam Mikhaël Aïvanhov (in den 50er Jahren)

Eine überpersönliche und integrative Aktivität

1937 wurde Omraam Mikhaël Aïvanhov von Peter Danov beauftragt, die Lehre der Großen Universellen Weißen Bruderschaft nach Europa, und insbesondere nach Frankreich, zu bringen. Er übermittelte diese Lehre mündlich, um sich vor allem an das Denken des Schülers zu wenden. Die Lieder von Peter Danov benutzte er, um mehr sein/das Herz anzusprechen. Der Chorgesang ist eine spirituelle Methode, die er anwendet, um den Menschen zu helfen, sich auf überpersönliche Weise zu vereinigen. Singen beeinflusst das energetische Umfeld positiv und entwickelt eine subtile spirituelle Kommunikation zwischen den Sängern.

Strukturelle Genese der Lieder: eine 4-stimmig gesetzte Hauptmelodie

Die Lieder beinhalten eine von Peter Danov überlieferte Hauptmelodie, die von verschiedenen Musikern in vier Stimmen für gemischten Chor gesetzt wurde. Das Erlernen der Hauptmelodie ist die grundlegende Arbeit der Schüler. Die Arbeit des vierstimmigen Gesangs lädt die Chormitglieder nicht nur dazu ein, der Melodie einen schönen Rahmen zu geben, sondern auch bewusst daran zu arbeiten, ihr individuelles Leben mit dem kollektiven Bewusstsein zu verschmelzen.

« Gemeinsam in einem vierstimmigen Chor zu singen, ist ein Akt von großer Bedeutung. Es ist vor allem ein Symbol für das, was wir tun müssen, um uns aufeinander einzustimmen, uns untereinander zu harmonisieren. Denn diese Verschmelzung der Stimmen über unseren Köpfen ist gleichzeitig eine Verschmelzung unserer Seelen und unseres Geistes. Schließlich bringen wir durch den Chorgesang unseren Wunsch zum Ausdruck, das Universum zu umfassen und mit dem Ganzen in Harmonie zu sein. Deshalb solltet ihr vor dem Singen immer daran denken, einen Blick nach innen zu werfen, um euch zu beruhigen, euch von den täglichen Sorgen zu entfernen, damit ihr euch mit allen Geschöpfen des Kosmos harmonisieren und im Einklang mit ihnen singen könnt »[3]

Liste und kurze Beschreibung einiger der Lieder, die in der Lehre von Omraam Mikhaël Aïvanhov verwendet werden

Bibliographie

Werke und/oder Vorträge von O. M. Aïvanhov zum behandelten Thema

  • O. M. Aïvanhov, La musique et le chant dans la vie spirituelle, Prosveta
  • O. M. Aïvanhov, Création artistique et spirituelle, Coll. Izvor n°223 Aïvanhov, L’harmonie, Œuvres complètes n°6, Ed. Prosveta
  • O. M. Aïvanhov, La nouvelle terre - Méthodes, exercices, formules, prières, Œuvres complètes n°13, Ed. Prosveta
  • O. M. Aïvanhov, Vie et travail à l’École divine **, Œuvres complètes n°31, Ed. Prosveta

Werke anderer Autoren

Multimedia (Bilder, Video und Audio)

Auszüge aus Vorträgen (Audio und/oder Video) von Omraam Mikhaël Aïvanhov

Veröffentlichte Vorträge von Omraam Mikhaël Aïvanhov (Audio und/oder Video)

  • Conférence audio, L’aura, CD 5007, (CD Éditions Prosveta, français) [1]

Verwandte Artikel

Externe Links

Anmerkungen

  1. Pensée du 8 décembre 2013 - Chants mystiques
  2. Pensée du 25 septembre 2009 - Le chant choral
  3. O. M. Aïvanhov, Création artistique et spirituelle, Coll. Izvor n°223, - chap. VI, p.77, aux éditions Prosveta (1986)



Anmerkung für den Leser: die Ausarbeitung dieses vorläufigen Beitrages erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist nur ein Ausgangspunkt, da das Thema von Omraam Mikhael Aïvanhov in verschiedenen Vorträgen zwischen 1938 und 1985 noch ausführlicher dargelegt wurde. Interessierte Personen werden, durch direktes Lesen oder Hören seiner Vorträge (herausgegeben vom Prosveta Verlag, dem alleinigen und exklusiven Eigentümer der Rechte an seiner Arbeit), wichtige Aspekte von weiterem Interesse finden. Dieser Beitrag drückt also nur einen Teil von Aïvanhov‘s Gedanken zu diesem Thema aus.


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