Lied Hodi Hodi

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« Gott ist eine sprudelnde Quelle. Und nachdem Er den Menschen nach Seinem Bilde geschaffen hat – einen nach dem Bilde des Makrokosmos erschaffenen Mikrokosmos – haben auch wir in uns eine Quelle, die auf die Bedingungen zum Sprudeln und Fließen wartet. Wenn es uns gelingt, uns durch Gedanken und Gebet mit der himmlischen Quelle zu verbinden, dann bringen wir das Wasser unserer eigenen Quelle zum Sprudeln und alle unsere Zellen werden belebt und von diesem sie durchströmenden göttlichen Wasser getränkt. Dank dieser Quelle, die die Liebe, das Leben und das Licht ist, werden wir ein vollkommenes Instrument in den Händen des Himmels. Dann sind wir imstande, das Programm zu erfüllen, das Meister Peter Danov in folgender, sehr schöner und tiefgründiger Formel gegeben hat: »Das Herz sei rein wie ein Kristall, der Verstand leuchtend wie die Sonne, die Seele weit wie das All, der Geist mächtig wie Gott und eins mit Gott "».[1]

Hodi, hodi (geh, geh) – Tonart: D-Dur

Hodi hodi.png

Der Text

cyrillique translittération française Übersetzung
Ходи, ходи
Стих 1 -
Ходи, ходи, ходи 
за водата ходи 
в’сутрината роса 
през речица бистра 
по пътека чиста. 
За дома си носи 
таз водица бистра 
за цветенца мили 
нейните дечица.

Стих 2 -
Капките дъждовни 
също тъй поднасят 
изобилна влага 
струя на живота. 
Никнат семенцата, 
пъпки се разтварят, 
плодове узряват. 
Всичко се събужда,
мощна е водата.
Hodi, hodi
Erste Strophe  -
Hodi,hodi,hodi
za vodata hodi
f’soutrinata rossa
prez rétchitsa bistra
po peutéka tchista.
Za doma si nossi
Taz voditsa bistra
Za tsvétentsa mili
Neïnité détchitsa.

Zweite Strophe –
Kapkité deujdovni
seuchto teuï podnassiat
izobilna vlaga
strouïa na jivota.
Niknat sémentsata,
peupki sé raztvariat,
plodové ouzriavat.
Fsitchko sé seuboujda,
mochtna è vodata.
Geh, geh
Erste Strophe -
Geh, geh, geh,
geh Wasser holen 
im Morgentau 
über das klare Flüsslein 
auf einem reinen Pfad. 
Für dein Haus bring
dieses reine Wässerchen 
für die lieben Blümchen, 
für seine Kinderlein.

Zweite Strophe -
Die Regentropfen
sorgen für Feuchtigkeit
in Fülle 
für den Fluss des Lebens. 
Die kleinen Samen wachsen, 
die Knospen sprießen, 
die Früchte reifen. 
Alles erwacht,
mächtig ist das Wasser.

Erläuterungen zum Lied

Geschichte

Hodi Hodi wurde am 23. April 1924[2] im Herzen des bulgarischen Frühlings, der Jahreszeit der Erneuerung geschrieben.

Thema: Wasser

Hodi Hodi erinnert an die Suche nach Wasser. Symbolisch stellt das Wasser die Quelle der Liebe dar, die in jedem von uns fließt. Dieses reine Wasser bringt Leben in die Welt und erfreut die Seelen durch seine Transparenz. Hodi Hodi ist ein Lied für Handlungen, die mit Liebe ausgeführt werden, und es erzeugt Kraft.[3] Es regt den Willen an, das Wasser der Liebe fließen zu lassen, um Gott zu dienen. Es ist auch ein Lied, das an einen freudigen Weg, hin zu größerer Reinheit und Vollkommenheit, denken lässt!

Schlüsselwörter

Enthusiasmus, selige Begeisterung, Bewegung, Aktion.

Rhythmus

Das in einer 7/16-Metrik geschriebene Lied ist auf dem Rhythmus der Ratschenitsa aufgebaut, einem traditionellen bulgarischen Tanz, der vor allem bei Hochzeiten getanzt wird.

Auf subtile Weise symbolisiert die Metrik in 7 (4 + 3), die auf dem asymmetrischen Wechsel von binären und ternären Pulsationen aufbaut, das Bemühen um eine harmonische Vereinigung von Geist (repräsentiert durch das Ternär) und Materie (repräsentiert durch das Binär). Wir können diese Abwechslung schematisch durch die Figur eines Hauses darstellen: Das Dreieck auf dem Dach stellt den Geist dar, dem die Materie untersteht, die ihrerseits durch das Quadrat, d.h. die Wände, repräsentiert wird.

Casetta.png
« Wenn wir ein Haus darstellen wollen, zeichnen wir ein Dreieck (das Dach), das auf 4 Seiten platziert ist. Nun, auch ihr seid das Haus, in dem Gott leben kann. Die 3 ist 3, solange sie noch nicht in der Materie verwirklicht ist, aber wenn sie verwirklicht ist, wird sie 4, und es ist immer die 3, die zur 4 wird. 3 plus 4 ergibt 7. Die 3 ist das Dach; 4 sind die 4 Wände, und das ist das Haus! Auch ihr gehört zu der 7: Euer Kopf ist die 3, die 2 Arme und die 2 Beine sind die 4, und die 3 ist über der 4 angeordnet. »[4]

Wir denken, dass Meister Peter Danov die asymmetrischen Rhythmen, die in der balkanischen Tradition sehr präsent sind und von der Folklore zur Verfügung gestellt werden, benutzt hat, um auf subtile Weise daran zu arbeiten, das Bewusstsein zu wecken! Der asymmetrische Rhythmus erfordert in der Tat eine ständige Wachsamkeit der Musiker, die ihn ausführen. Der „aufrüttelnde“ Aspekt dieses Rhythmus zeigt die Herausforderungen des Zusammenlebens des Geistigen und des Materiellen, um ein besseres Gleichgewicht zwischen dem Regelmäßigen und dem Unregelmäßigen, dem Vorhersehbaren und dem Unvorhersehbaren zu erreichen.

Energiefluss des Liedes

Die morgendliche Suche nach Wasser lehrt das menschliche Bewusstsein, Liebe zu suchen und dabei den Weg der Reinheit als Grundlage zu wählen. Einmal gesammelt, wird dieses nahrhafte Wasser für die Blümchen, die Kinderlein des Wassers, nach Hause gebracht. Das Leben der Natur ist nicht von dem des Menschen getrennt. Das Wasser, das die Liebe symbolisiert, ist eine Quelle der Nahrung für all unsere Gedanken und Handlungen.

Hodi Hodi setzt das Wirken des Wassers um, das alles Leben um den Menschen herum aufrecht erhält. Durch den Morgentau, die Blumen, die Freude der Kinder, die Flüsse, durch den Regen, der die gesamte Vegetation nährt, repräsentiert das Wasser in der Natur die Göttliche Liebe, die niemals aufhört zu fließen, um alles zu tränken!

Bibliographie

Bücher und/oder Vorträge von O.M. Aïvanhov über das behandelte Thema

Siehe auch

Externe Links

Anmerkungen

  1. O. M. Aïvanhov, Gedanken für den Tag, 26.12.2010 Prosveta Verlag (2009).
  2. Dieses Datum stammt aus dem unveröffentlichten Text: Chants du Maître Peter Deunov - Explication ancienne.
  3. Diese Inhalte stammen aus dem unveröffentlichten Text von Frida Theodosy (1890-1982), einer der ersten Schülerinnen von O. M. Aïvanhov : Explications des chants
  4. O. M. Aïvanhov, Gesamtwerke Band 8 Sprache der Symbole, Sprache der Natur, Prosveta Verlag, p. 225,



Anmerkung für den Leser: die Ausarbeitung dieses vorläufigen Beitrages erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist nur ein Ausgangspunkt, da das Thema von Omraam Mikhael Aïvanhov in verschiedenen Vorträgen zwischen 1938 und 1985 noch ausführlicher dargelegt wurde. Interessierte Personen werden, durch direktes Lesen oder Hören seiner Vorträge (herausgegeben vom Prosveta Verlag, dem alleinigen und exklusiven Eigentümer der Rechte an seiner Arbeit), wichtige Aspekte von weiterem Interesse finden. Dieser Beitrag drückt also nur einen Teil von Aïvanhov‘s Gedanken zu diesem Thema aus.


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